Jan van de Laar (* 1955), Helmond studierte am Konservatorium in Utrecht bei Kees van Houten;
der Abschluss des Diploms für Solospiel-Orgel wurde mit der Auszeichnung für Musikalität versehen. Danach studierte er Cembalo und Klavier.
Kurse mit Anton Heiller (Bach) und Ewald Kooiman (Französische Barockmusik) folgten; ebenso Interpretationskurse für Alte Musik und Cembalo bei Alan Curtis bzw. William Christie, Innsbruck.
Als Solist unterhält Jan van de Laar eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland.
Von seinem Spiel wurden zahlreiche Radio-Aufnahmen für verschiedene niederländische Sender und den BBC gemacht, dazu Aufnahmen an historischen Orgeln in Österreich (u.a. Zwettl-Stiftkirche), und in Italien (u.a. Pistoia-Dom).
Bei verschiedenen Ensembles wirkt er als Continuo-Spieler mit, u.a. im Brabantsch-Muzyk-Collegie.
Auf sein Schallplattendebut im Jahre 1986 mit Bachs III. Clavierübung folgten zahlreiche CD-Aufnahmen: "die Bachsche Schule" an der Holzhay-Orgel der Abteikirche Neresheim, verschiedene CDs an der Robustelly-Orgel der St. Lambertuskirche Helmond.
Mit dem Nationalen Kinderchor (Dirigent Silvère van Lieshout) erschien zum einen eine CD mit Werken des österreichischen Organisten und Komponisten Anton Heiller, zum anderen eine CD mit dem Requiem von Gabriel Fauré.
Im Laufe diesen Jahres 2010 werden drei neue CDs erscheinen, die die Vielseitigkeit seines Spiels zeigen: zwei Aufnahmen an der Robustelly-Orgel, eine weitere an der neuen Orgel der Dorfkirche in Mülheim-Saarn, gebaut von Hans van Rossum.
Seine vielseitigen Kenntnisse zeigen sich in der Lehrtätigkeit bei Workshops, Vorträgen und Interpretationskursen.
Seit 1976 ist Jan van de Laar an der St.-Lambertus-Kirche in Helmond als Organist und Dirigent tätig. Dort amtiert er an der berühmten Robustelly-Orgel (1772) und wurde am 1. Januar 2009 zum Stadtorganisten der Gemeinde Helmond ernannt.
Des Weiteren ist er sowohl künstlerischer Leiter der Lambertuskirchen-Konzerte als auch Leiter der Ensembles Nuove Musiche und Lambertus-Consort.
Mit seinen beiden Söhnen Ruud und Rob bietet er unter dem Namen "Dreimal van de Laar" ein spezielles Programm mit Trompete, Horn und Orgel.
Darüber hinaus unterhält er eine umfangreiche Dozententätigkeit an der Musikabteilung des Kunstkwartier Helmond.